ReLEx – SMILE

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe potentiell Interessierte am “Augenlasern in Hamburg”,

diese Seite wurde erstellt, damit Sie sich einen kleinen Überblick über das ReLEx-SMILE Verfahren bekommen können.

Für Interessierte bieten wir in der Praxis zentrumsehstärke in Hamburg zudem unverbindliche “Augenlasern in Hamburg – Eignungs-Checks” an. Nutzen Sie hierfür z.B. die Möglichkeit der Anfrage per e-mail unter termin@zentrumsehstaerke.de
Wichtig: Sollten Sie für ein Eignungs-Check vorbeikommen, verzichten Sie wenn möglich zuvor auf das Tragen von Kontaktlinsen, um die Messungen nicht zu verfälschen (idealerweise Kontaktlinsen-Pause für “weiche” Linsen: mind. 5 Tage, für “harte”, formstabile Linsen: 2 Wochen). 

Unter “Übersicht + Kosten LASIK, SMILE und Linsen-OPs” auf unserer Praxis-Website finden Sie zudem einen Überblick über unser Behandlungspektrum und die Preise sowie Finanzierungsmöglichkeiten.

Definition

Bei der ReLEx-SMILE-Methode (engl.: Refractive Lenticule Extraktion – Small Incision Lenticule Extraction) wird mittels eines hochpräzisen Femtosekundenlasers (VisuMax) die Hornhautform verändert. Der Laser präpariert dazu innerhalb von Sekunden in der Tiefe der intakten Hornhaut eine kleine Linse/ Gewebsscheibe, die auch Lentikel genannt wird. Nach Präparation des Lentikels werden vom Femto-Laser 1-2 ca. 2 mm lange “Tunnel” vom Lentikel zur Oberfläche der Hornhaut geschaffen, durch welche(n) im Anschluss die Chirurgin/ der Chirurg den Lentikel mittels stumpfer Instrumente entfernt. Nach Entfernung der Gewebsscheibe/ des Lentikels nimmt die Hornhaut die neue, gewünschte Form ein und der zuvor vorhandene Lichtbrechungsfehler (“Brillenbedarf”) ist korrigiert.

Häufig wird nur das Wort “SMILE” für die Beschreibung des Verfahrens genutzt. Wichtig zu verstehen ist diesbezüglich, dass die Firma ZEISS das Verfahren vor > 10 Jahren entwickelt und seit dem (patentrechtlich geschützt) technisch immer weiter perfektioniert hat. Trotz mittlerweile weltweit >2 Millionen Behandlungen weltweit stellte die SMILE nach wie vor das zeitlich betrachtet “jüngste” Verfahren unter den Hornhautlaserverfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten dar.

Eignung, Ablauf und postoperative Verhaltensweisen nach einer SMILE – Behandlung

 

Eignung

Um die SMILE sicher und effektiv durchführen zu können, müssen die Augen bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Überprüfung der Eignung zur Behandlung ist, auch auf Grund der Sicherheit des Verfahrens selbst, die mitunter größte Herausforderung/ Qualitätseigenschaft des refraktiven Chirurgen, oder, um es anders auszudrücken: Wenn der Patient zuverlässig als geeignet “eingestuft” werden kann, sind 90% des Weges zur Brillen- und Kontaktlinsenfreiheit fast schon bestritten.

Die Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) des Berufsverbandes für Augenärzte (BVA) hat, zur Orientierung für Refraktivchirurgen, Anwendungs- und Grenzbereiche definiert, innerhalb derer man das SMILE Verfahren bei regelrechten Eigenschaften der Augen/ Hornhaut/ des Patienten/-in durchführen sollte. Dieser Anwendungsbereich ist in Tabelle 1 dargestellt.

Tabelle 1: Behandlungsbereich für die LASIK (nach den Richtlinien der KRC)
Art der Fehlsichtigkeit Myopie (Kurzsichtigkeit) Hyperopie (Weitsichtigkeit)
Astigmatismus
(Hornhautverkrümmung)
Anwendungsbereich

(in Dioptrien)

bis -8  – bis 5
Grenzbereich

(in Dioptrien)

 -8.25 bis -10  –

Für die SMILE beträgt der “Anwendungsbereich”, das heißt, der Bereich innerhalb dessen sich die LASIK durch maximale Sicherheit und Effektivität auszeichnet, für Kurzsichtigkeit (Myopie) bis einschließlich – 8 Dioptrien, der Grenzbereich reicht bis -10 Dioptrien.
Eine Korrektur der Weitsichtigkeit (Hyperopie) ist zur Zeit in der Entwicklung und wurde noch nicht durch die KRC evaluiert. Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus) können bis -5 Dioptrien korrigiert werden. Ein darüber hinausgehender Grenzbereich wurde für die Hornhautverkrümmungskorrektur nicht definiert.

Wie bereits geschildert sollte der Behandlungsbereich jedoch nur “ausgeschöpft” werden, wenn die Augen sich auch unter “technischen” und medizinischen Aspekten als geeignet erweisen.

“Technische” Voraussetzungen

Wie bereits beschrieben, wird bei der SMILE, ebenso wie bei allen anderen Hornhautlaserverfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten, zum Erreichen der Brillenfreiheit Hornhautgewebe abgetragen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, ob vor der möglichen Behandlung genug Hornhautgewebe vorhanden ist und ob das “Material” Hornhaut auch als ausreichend stabil/ gesund befunden werden kann. Als behandelnder Arzt muss man daher in der Lage sein, die Hornhaut im Vorfeld möglichst sicher und genau zu analysieren. Das am einfachsten zu beurteilende Kriterium ist das der vorhandenen Hornhautdicke. Nach dem notwendigen Abtrag im Rahmen der gewünschten Korrektur sollte eine Mindestdicke von 300 Mikrometern (1 Mikrometer = 1/1000 mm) bestehen bleiben, um auch nach der OP eine Stabilität des Gewebes zu gewährleisten. Die 300 Mikrometer sind ein recht “alter” Sicherheitsstandard. Selbst die KRC hat diesen, auf Grund der äußerst präzisen Lasersysteme, weiter nach unten “korrigiert”. Er liegt offiziell mittlerweile sowohl bei der LASIK als auch bei der SMILE bei 280 Mikrometer. Wir orientieren uns im zentrumsehstärke jedoch nach wie vor fest an der 300 Mikrometergrenze um insbesondere im Bereich der Sicherheit keine Kompromisse einzugehen.
Letztendlich ist, auf Grund des notwendigen Hornhautgewebsabtrages das Verhältnis zwischen Korrekturbedarf und vorhandener Hornhautdicke vor der SMILE einer der entscheidendes Kriterien hinsichtlich einer möglichen Eignung.

Die Größe der Pupille stellt ebenfalls einen wichtigen technischen Parameter für die Planung/ Eignung der SMILE dar. Da sich die Pupille in der Dunkelheit erweitert, muss der vermehrte Lichteinfall ins Auge auch unter vergrößertem Pupillendurchmesser berücksichtigt werden. Dies spielt insbesondere beim nächtlichen Betrachten von künstlichen Lichtquellen (z.b. Autoscheinwerfern) eine Rolle. Solange die Pupille einen gewissen Durchmesser nicht überschreitet, kann der Durchmesser des Hornhautbereichs, welcher im Rahmen der LASIK verändert wird, angepasst werden.

“Medizinische” Voraussetzungen

Ein ganz entscheidender Punkt bzgl. einer möglichen Eignung für die SMILE liegt in der Beurteilung der Hornhaut hinsichtlich der Stabilität/ Gesundheit des Gewebes. Es gibt leider einige Menschen die bereits angeboren eine Veranlagungen der Hornhaut zur (ungewollten) Verformung aufweisen. Diese “Strukturschwäche” des Gewebes kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und wird im Vollbild als “Keratokonus” bezeichnet. Insbesondere die hohen Anforderungen im Bereich der refraktoren Chirurgie (SMILE u.ä.) haben zu enormen Fortschritten in der Früherkennung solcher Strukturschwächen geführt. Zur Zeit finden hierbei insbesondere hochauflösende Scans der Hornhaut (Topographie/Tomographie/Wellenfront-Analysen) Anwendung. Neue Analysen der Festigkeit/ des Schwingungsverhaltens der Hornhaut (sogenannte biomechanische Analysen) scheinen weitere Fortschritte zur Erhöhung der Sicherheit im Bereich der Früherkennung zu bieten, finden jedoch zur Zeit hauptsächlich im Forschungsbereich Anwendung.

Darüber hinaus sollten Aspekte wie eine ausreichende Eigenbefeuchtungsfähigkeit der Augenoberfläche, ein Ausschluss anderweitiger Augenerkrankungen und eine realistische Erwartungshaltung im Vorfeld abgeklärt werden.

Ablauf der SMILE Behandlung

Vorbereitung auf die Augenlaserbehandlung in Hamburg:

-Bitte für mindestens 2, besser für 5 Tage vor der OP auf die Kontaktlinsen verzichten.

-Bitte verzichten Sie am OP-Tag auf Augen-Make-Up, Parfum oder After-Shave!

-Konsumieren Sie am Behandlungstag keinen Alkohol!

-Bringen Sie eine Sonnenbrille mit zum Schutz der Augen. Ein Blendschutz wird nach der Behandlung als angenehm empfunden.

-Bitte kommen Sie in Begleitung zu Ihrem OP Termin oder lassen Sie sich abholen. Es wird nicht möglich sein, ein Fahrzeug zu führen. Theoretisch wären Sie jedoch in der Lage alternativ mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Taxi nach Hause zu fahren.

 

Die Behandlung

Die Behandlung wird im wachen Zustand durchgeführt. Wenn man es als Patient wünscht, kann man zuvor eine leichte Beruhigungstablette bekommen, um die ggf. vorhandene hohe Anspannung etwas zu lösen. Zudem bekommt man vor der Behandlung Augentropfen, die die Augen betäuben und somit verhindern, dass man unangenehme Empfindungen während der Behandlung “aushalten” muss.
Nach lokaler Haut-Desinfektion mit einer antibakteriellen Lösung und Anlegen von OP Bekleidung (“Überzieher”; Sie müssen keine Kleidung ablegen), wird man in den Behandlungsraum geführt.
Nachdem man sich auf die Behandlungsliege gelegt hat, wird ein Auge mittels einer Folie abgeklebt, um zu verhindern, dass Haare auf die Augenoberfläche gelangen. Anschließend wird ein “Bügel” zwischen die Lider gesetzt, der hilft, das Auge während der Behandlung offen zu halten. Nach erneuter Überprüfung sämtlicher Daten und Optimierung der Ausrichtung des Lasers auf die Sichtlinie (“optische Achse” ) des Patienten “dockt” der Femto-Laser an das Auge an und verbindet sich mit ihm mittels eines Unterdrucks. Anders als bei den meisten LASIK Verfahren wird es jedoch nie wirklich dunkel. Der Patient/-in sieht stets ein (zartes) Licht, welches bei der Orientierung hilft und auch der Entspannung sowie Fokussierung dient. Der Zustand hält, unter leichtem Druck auf dem Auge, für ca. 30 Sekunden an. In der Zeit kann der Laser seine präzise Arbeit im 1000stel Millimeterbreich durchführen. Spüren oder sehen tut man davon nichts.
Wenn der Femto-Laser-Vorgang abgeschlossen ist, lässt der Druck auf dem Auge nach und man sieht wieder eine deutlich hellere Lichtquelle über sich. Anschließend bewegt sich die Patientenliege leicht und der Patient wird unter das Behandlungsmikroskop gefahren. Ohne dass das Geschehen an sich vom Patienten/-in wahrgenommen wird, kann nun der Operateur/-in mittels eines stumpfen Instruments den vom Femto-Laser präparierten Lentikel (Gewebsscheibchen) aus der Hornhaut über den ebenfalls vom Femto-Laser präparierten Tunnel, entfernen und somit die gewünschte Hornhautformveränderung / Änderung der “Brillenwerte” erzielen.
Nach Entfernung des Bügels, der die Lider auseinandergehalten hat und der Folie, die die Haare zur Seite geklebt hat, ist das Auge fertig behandelt und man beginnt direkt mit der Behandlung des Partnerauges, falls geplant.
Anschließend kann der Patient/-in sehend, jedoch noch mit einem leichten Schleiereffekt, den OP wieder verlassen und ruht sich mit geschlossenen Augen für einige Minuten aus, bevor es nach erneuter Kontrolle durch den Operateur wieder nach Hause geht.

Verhaltensweisen nach der SMILE- Behandlung

Ca. 20 Minuten nach der SMILE Behandlung hört die Betäubung der Augen auf zu wirken und man bemerkt für gut 1-2 h ein leichtes Fremdkörpergefühl/ Brennen. Dies liegt an dem ca. 2 mm langen  “Kratzer/ Defekt” auf der Hornhautoberfläche, der an der Oberfläche entstanden ist. Dieser ist jedoch nach wenigen Stunden verschlossen, und das Fremdkörpergefühl hört schlagartig auf. Durch die Behandlung wird zudem für ca. wenige Tage ein leichtes Schleiersehen verursacht. Anders als bei der LASIK liegt dies nicht an einer deutlich vermehrten Trockenheit der Augenoberfläche, sondern an einer leichten Schwellung der Hornhaut als Folge der Behandlung praktisch in der Hornhautmitte.

Damit die Wundheilung regelrecht, schnell und ungestört ablaufen kann, werden folgende Verhaltensmaßnahmen empfohlen:

-Nehmen Sie die Augentropfen entsprechend Ihrem Tropfplan (–> Insg. 4 Wochen tropfen, 1. Woche noch alle zwei Stunden, dann in der Häufigkeit deutlich von Woche zu Woche abnehmend)

-Direkter Kontakt der Augen mit Wasser sollte für 2 Tage vermieden werden.

-Verzichten Sie für 2-3 Tage auf Mascara bzw. auf Augen make-up.

-Warten Sie die ersten Kontrolluntersuchungen ab, bevor Sie sich wieder an das Steuer eines Fahrzeuges setzen.

-Verzichten Sie für 1 Tag gänzlich auf Sport. Die ersten 2-3 Tage nach der OP sollte die sportliche Betätigung auf moderate Belastung reduziert werden. Nach 3 Tagen ist Sport ohne Einschränkungen möglich.

Technische Angaben zu den Lasersystemen

Im Rahmen unserer “SMILE Augenlaserbehandlung in Hamburg” kommt der VisuMax der Firma Zeiss zum Einsatz.

Zeiss gelang es vor über 10 Jahren als erstes die “Refraktive Lentikel-Entfernung (refractive lenticule extraction) durchzuführen. Als Pionier unter den Laserherstellern sichert ein unbezahlbarer Wissensvorsprung und hoher Anspruch der Firma die kontinuierliche Pflege und Weiterentwicklung des Verfahrens. Das SMILE-Verfahren der Firma Zeiss ist weltweit das mit Abstand am häufigsten durchgeführte Verfahren seiner Art. Als ZEIS-Referenz-Zentrum sichern wir Ihnen und uns stets an den neuesten Entwicklungen auch im Bereich der SMILE teilzuhaben.

Gute Gründe für die SMILE – Behandlung

  • Behandlung UNTER der Oberfläche der Hornhaut
  • nur kleiner 2 mm Defekt an der Hornhautoberfläche der innerhalb von 1-2h verheilt –> nur kurze Zeit nach der Behandlung ist ein leichtes Fremdkörpergefühl zu spüren
  • hochpräzise und schonend während der OP
  • geräusch- und geruchloses Augenlaserverfahren
  • Schonung der für die Stabilität der Hornhaut so wichtige vordere Gewebsschicht-> erhöhte Sicherheit nach der OP bzgl. der Dauerhaftigkeit des Ergebnisses
  • weniger trockene Augen nach der Operation
  • auch geeignet bei bei Kontaktlinsen-Unverträglichkeit
  • (Ab-)Schminken ist bereits 2-3 Tage nach der OP erlaubt
  • keine flapbedingten Risiken, kein Abriss/Verrutschen des Flaps

Kosten/ Preise

Behandlungspreis Augenlasern in Hamburg SMILE (inkl. 1 jähriger Nachsorge):
2300 Euro/ Auge*+

Weiterer Kostenpunkt:
Augentropfen für 4 Wochen nach Behandlung: ca. 80 Euro.

Zur Übersicht über unsere Behandlungsmethoden/ Voruntersuchungen/ Preise sehen Sie auch

Übersicht Kosten LASIK/ SMILE und Linsen-OPs

* Der Preis kann Ihnen nur angeboten werden, wenn Sie uns direkt über termin@zentrumsehstaerke.de oder per Telefon (040 429 160 66) kontaktieren.

+ Zinsfreie Finanzierung über 1 Jahr Laufzeit möglich bei direkter Kontaktaufnahme über termin@zentrumsehstaerke.de oder per Telefon (040 429 160 66)

Falls Sie privatversichert sind, besteht ggf. die Möglichkeit, die Behandlungskosten durch die Krankenkasse (teil-)finanzieren zu lassen. Laden Sie bei Bedarf für die Kommunikation mit Ihrer Krankenkasse gerne folgenden Artikel zu Urteilen und Rechtssprechungen zur Kostenerstattung in der Refraktiven- und Katarakt-Chirurgie herunter:

2017_03_Augenspiegel_Kostenerstattung_Augen_OP