PRK

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe potentiell Interessierte am “Augenlasern in Hamburg”,

diese Seite wurde erstellt, damit Sie sich einen kleinen Überblick über die photorefraktive Keratektomie, kurz PRK, verschaffen können.

Für Interessierte bieten wir in der Praxis zentrumsehstärke in Hamburg zudem unverbindliche “Augenlasern in Hamburg – Eignungs-Checks” an. Nutzen Sie hierfür z.B. die Möglichkeit der Anfrage per e-mail unter termin@zentrumsehstaerke.de
Wichtig: Sollten Sie für ein Eignungs-Check vorbeikommen, verzichten Sie wenn möglich zuvor auf das Tragen von Kontaktlinsen, um die Messungen nicht zu verfälschen (idealerweise Kontaktlinsen-Pause für “weiche” Linsen: 5 Tage, für “harte”, formstabile Linsen: 2 Wochen). 

Unter “Übersicht + Kosten LASIK, SMILE und Linsen-OPs” auf unserer Praxis-Website finden Sie zudem einen Überblick über unser Behandlungspektrum und die Preise sowie Finanzierungsmöglichkeiten.

Definition

PRK ist die Abkürzung für “Photorefraktive Keratektomie” und ist das “älteste”, oder wie wir zu sagen pflegen “ursprünglichste” Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeit wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen.
Dieses zu seiner Zeit revolutionäre Korrekturverfahren wurde in den 1980er Jahren erstmalig zur Behandlung von Fehlsichtigkeiten am Menschen eingesetzt. Seit dem hat es sich stetig weiterentwickelt, ist jedoch seinen Grundprinzipien treu geblieben:

Nach Entfernung der oberflächlichen Gewebsschicht der Hornhaut (Anmerkung: Die Hornhaut besteht aus 5 Schichten, die oberflächliche Schicht wird Epithel genannt und nimmt mit ca. 50 Mikrometer ca 1/11 der gesamten Hornhautdicke ein) wird mittels eines Excimerlasers die gewünschte Formveränderung des drunterliegenden Hornhautstromas (=dickste Schicht der Hornhaut) durchgeführt. Diese Formveränderung führt zur veränderten Lichtbrechung durch die Hornhaut und somit den gewünschten Sehschärfe-verbessernden Effekt.

Heutzutage werden verschiedene Formen der PRK angeboten. Der Unterschied liegt in der Regel dadurch begründet, auf welche Weise die oberflächliche Zellschicht (Epithel) zu Beginn der Behandlung entfernt wird.

a) “klassische” Alkohol-assistierte PRK
Hierbei wird das Epithel für wenige Sekunden mit einem alkoholischen Lösungsmittel gelockert und anschließend ohne größerem Widerstand vom Operateur “zur Seite gewischt”.

b) LASEK
Wie bei der klassischen PRK wird das Epithel mittels einer Alkohol-Lösung gelockert um dann jedoch in Form eines Deckels (flap) zur Seite geklappt zu werden. Ursprünglich wurde geglaubt, durch das Zurückklappen dieses Epithel-Flaps die Wundheilung verbessern zu können. Dies hat sich jedoch durch zahlreiche Studien nicht bestätigen können, so dass die LASEK heutzutage praktisch nicht mehr angeboten wird

c) Transepitheliale (oder kurz Trans-) PRK
Anders als bei der klassischen PRK wird das Epithel nicht mittels einer Alkohol-Lösung vorbehandelt und anschließend “weggewischt”, sondern direkt durch den Excimerlaser abgetragen. Viele Firmen preisen die trans-PRK als kontaktlose “no-touch”-OP an.

Wir im zentrumsehstärke bieten die PRK prinzipiell in Form der klassischen Alkohol-assistierten, als auch in Form der transepithelialen PRK an. Unsere Erfahrungen aus weit >1000 Behandlungen pro Arzt zeigen jedoch ganz klar, dass nach der trans-PRK durch den höheren Gesamtenergieeintrag (“der Excimerlaser lasert deutlich mehr/ länger um neben dem gewünschten “Brille-weg-Effekt” auch noch das Epithel wegzulasern”) mit einer stärkeren Wundheilungsreaktion der Hornhaut inkl. verlängerter Trübungsdauer (Haze-Bildung) zu rechnen ist. Wir führen daher, entgegen dem Trend der aktuellen Marketing-Kampagnen der großen Laserfirmen- und -ketten, nach einem ruhigen Aufklärungsgespräch, in der Regel die Alkohol-PRK durch, wenn sich die PRK im gegebenen Fall als Methode der Wahl herausstellt.

Generell muss man zur PRK anmerken, dass sich an dieser Behandlung ein wenig “die Geister scheiden”, da sie starke Vor- aber auch spürbare Nachteile für die Patienten mit sich bringt.

Vorteile:
-Geringstmögliche Veränderung des Hornhautstromas aller Hornhautlaserverfahren (“Man verändert nur so viel wie absolut notwendig, erreicht dabei jedoch die gleiche Sehqualität wie nach z.B. der LASIK oder SMILE Behandlung”). Somit ist die PRK auch dann noch medizinisch gut vertretbar möglich, wenn andere Verfahren auf Grund einer geringen Hornhautausgangsdicke bereits nicht mehr durchgeführt werden sollten.
-Geringere Trockenheitsinduktion als durch die LASIK.
-Maximale postoperative Festigkeit/ Stabilität des verbleibenden Hornhautgewebes (ca. idem zum SMILE Verfahren, deutlich erhöhte Stabilität als nach der LASIK).
-Keine Möglichkeit des “Verrutschen” von Hornhautgewebsteilen nach der OP z.B. nach einem Schlag/ Aufprall auf dem Auge.

Nachteile:
-2-3 Tage Schmerzen i.S. eines starken Fremdkörpergefühls/ Brennens der Augen nach der OP
-wenige Wochen lang bemerkbares, nur langsam aufklarendes Nebligsehen nach der OP (gut 1 Woche keine PC-Arbeit möglich; in der Regel 2-3 Wochen bis zur PKW-Fahrtauglichkeit)

 

Eignung, Ablauf und postoperative Verhaltensweisen nach einer PRK – Behandlung

 

Eignung

Um die PRK sicher und effektiv durchführen zu können, müssen die Augen bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Überprüfung der Eignung zur Behandlung ist, auch auf Grund der Sicherheit des Verfahrens selbst, die mitunter größte Herausforderung/ Qualitätseigenschaft des refraktiven Chirurgen, oder, um es anders auszudrücken: Wenn der Patient zuverlässig als geeignet “eingestuft” werden kann, sind 90% des Weges zur Brillen- und Kontaktlinsenfreiheit fast schon bestritten.

Behandlungsbereich

Um die PRK sowohl sicher, als auch effektiv durchführen zu können, ist es wichtig, sich innerhalb des empfohlenen Anwendungsbereichs zu bewegen. Um solche (und andere) Kriterien zu untersuchen und allgemeingültig festzulegen/ zu empfehlen, wurde in Deutschland die Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) gegründet.

Tabelle 1: Behandlungsbereich für die LASIK (nach den Richtlinien der KRC)
Art der Fehlsichtigkeit Myopie (Kurzsichtigkeit) Hyperopie (Weitsichtigkeit)
Astigmatismus
(Hornhautverkrümmung)
Anwendungsbereich

(in Dioptrien)

bis -6 D  – bis 5 D
Grenzbereich

(in Dioptrien)

 bis -8 D  bis 3 D  bis 6 D

 

Der Behandlungsbereich kann jedoch nur “ausgeschöpft” werden, wenn die Augen sich auch unter “technischen” und medizinischen Aspekten als geeignet erweisen. In diesen “technischen” und “medizinischen” Aspekten liegt der nach wie vor hohe Stellenwerte der PRK begründet.

Bzgl. der Voraussetzungen kann man zusammenfassend festhalten, dass eine PRK immer möglich ist, wenn eine Eignung für eine andere Laserbehandlung der Augen (z.B. LASIK oder SMILE) besteht. Anders als bei der SMILE oder LASIK gibt es jedoch keine Mindestvoraussetzungen für die Hornhautdicke vor der OP. Entscheidend ist lediglich, dass nach der OP eine Mindestdicke von 250 Mikrometer bestehen bleiben muss (KRC-Kriterien), wobei wir im zentrumsehstärke nach wie vor keine postoperative Mindestdicke von 300 Mikrometern für unsere Patienten akzeptieren. Einer der Hauptgründe für das Durchführen einer PRK ist daher eine zu geringe Ausgangshornhautdicke für andere Augenlaserverfahren.
Weiteren Gründe die für eine PRK (statt einer LASIK oder SMILE) sprechen: höchstmögliche postoperative “Schlagfestigkeit” und geringe postoperative Trockenheit (geringer als nach der LASIK, etwas höher als nach der SMILE-Behandlung).

Ablauf der PRK Behandlung

Vorbereitung auf die Augenlaserbehandlung in Hamburg:

-Bitte für mindestens 3, besser für 5 Tage vor der OP auf die Kontaktlinsen verzichten.

-Bitte verzichten Sie am OP-Tag auf Augen-Make-Up, Parfum oder After-Shave!

-Konsumieren Sie am Behandlungstag keinen Alkohol!

-Bringen Sie eine Sonnenbrille mit zum Schutz der Augen. Ein Blendschutz wird nach der Behandlung als angenehm empfunden.

-Bitte kommen Sie in Begleitung zu Ihrem OP Termin oder lassen Sie sich abholen. Es wird nicht möglich sein, ein Fahrzeug zu führen. Theoretisch wären Sie jedoch in der Lage alternativ mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Taxi nach Hause zu fahren.

 

Die Behandlung

Die Behandlung wird im wachen Zustand durchgeführt. Wenn man es als Patient wünscht, kann man zuvor eine leichte Beruhigungstablette bekommen, um die ggf. vorhandene hohe Anspannung etwas zu lösen. Zudem bekommt man vor der Behandlung Augentropfen, die die Augen betäuben und somit verhindern, dass man unangenehme Empfindungen während der Behandlung “aushalten” muss.
Nach lokaler Haut-Desinfektion mit einer antibakteriellen Lösung und Anlegen von OP Bekleidung (“Überzieher”; Sie müssen keine Kleidung ablegen), wird man in den Behandlungsraum geführt.
Nachdem man sich auf die Behandlungsliege gelegt hat, wird ein Auge mittels einer Folie abgeklebt, um zu verhindern, dass Haare auf die Augenoberfläche gelangen. Anschließend wird ein “Bügel” zwischen die Lider gesetzt, der hilft, das Auge während der Behandlung offen zu halten. Nach erneuter Überprüfung sämtlicher Daten und Optimierung der Ausrichtung des Lasers auf die Sichtlinie (“optische Achse” ) des Patienten wird im ersten Schritt die oberflächliche Hornhautschicht (Epithel) mittels eines (Excimer-) Lasers abgetragen (sog. trans-PRK), oder mit Hilfe einer alkoholischen Lösung sanft durch den Operateur entfernt.
Nach erneuter Überprüfung der korrekten Ausrichtung unter dem Excimer-Laser startet dieser und trägt Hornhautgewebe entsprechend der zu korrigierenden Brillenwerte ab. Dies wird vom Patienten nicht gespürt. Man hört jedoch ein Brummen des Lasers und oftmals bemerkt man einen Geruch, der an verbrannte Haare erinnert. Dieser entsteht beim Abtrag des Hornhautgewebes im 1000stel Millimeterbereich.
Wenn der Excimer-Laser den Abtrag beendet hat, legt man als Operateur eine Verbands-Kontaktlinse auf die Hornhaut und bedeckt somit die durch den Excimer-Laser verursachte oberflächliche Schürfwunde. Nach Entfernung des Bügels, der die Lider auseinandergehalten hat und der Folie, die die Haare zur Seite geklebt hat, ist das Auge fertig behandelt und man beginnt direkt mit der Behandlung des Partnerauges, falls geplant.
Anschließend kann der Patient sehend, jedoch noch mit einem leichten Schleiereffekt, den OP wieder verlassen und ruht sich mit geschlossenen Augen für einige Minuten aus, bevor es nach erneuter Kontrolle durch den Operateur wieder nach Hause geht.

Verhaltensweisen nach der PRK – Behandlung

Ca. 20 Minuten nach der LASIK hört die Betäubung der Augen auf zu wirken und man bemerkt für gut 2-3 Tage ein deutliches Fremdkörpergefühl/ Brennen vergleichbar mit dem Gefühl von Sandkörnern unter dem Lid oder zu lange getragenen Kontaktlinsen. Dies liegt an dem “Kratzer/ Defekt” auf der Hornhautoberfläche. Sobald sich die Wunde unter der Schutzkontaktlinse geschlossen hat, hört das Fremdkörpergefühl schlagartig auf. Durch die Behandlung wird zudem für ca. 1 Woche ein deutliches Schleiersehen verursacht. Dies liegt an der Wundheilung der Augenoberfläche. Eine spürbare Sehverbesserung stellt sich dann im Laufe von wenigen Wochen nach der Behandlung ein.

Damit die Wundheilung regelrecht, schnell und ungestört ablaufen kann, werden folgende Verhaltensmaßnahmen empfohlen:

-Nehmen Sie die Augentropfen entsprechend Ihrem Tropfplan (–> Etwas >4 Wochen tropfen, 1. Woche noch jede Stunde, dann in der Häufigkeit deutlich von Woche zu Woche abnehmend)

-Decken Sie Ihre Augen beim Waschen bzw. Duschen ab. Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit Wasser oder Seife (für 2 Wochen). Verzichten Sie daher auch für 2 Wochen auf Saunagänge und Wassersportarten.

-Nicht an den Augen/ Lidern reiben!

-Verzichten Sie für 2 Wochen auf Mascara bzw. auf Augen make-up.

-Warten Sie die ersten Kontrolluntersuchungen ab, bevor Sie sich wieder an das Steuer eines Fahrzeuges setzen.

-Verzichten Sie für 1 Woche gänzlich auf Sport. Anschließend ist sportliche Betätigung (außerhalb von Wasser) hinsichtlich der Wundheilung/ Augen uneingeschränkt möglich. Sie sollten jedoch bedenken, dass das Sehen auch 1 Woche nach der PRK Behandlung noch neblig/ nicht voll wiederhergestellt ist.

 

Technische Angaben zu den Lasersystemen

Im Rahmen “PRK Augenlaserbehandlung in Hamburg” kommen ein Excimerlaser der neuesten Generation zum Einsatz.

Der MEL-90 der Firma Zeiss arbeitet mit 250 – 500 mHz, d.h. die notwendigen Laserherde werden mit höchstmöglicher Frequenz und somit gewebeschonend und ultrapräzise vom Laser abgegeben. Gelasert wird wellenfront-optimiert und mit Unterstützung hochfrequenter “EyeTracking-Syteme” welche die immer stattfindenden, leichten Augenbewegungen während der Behandlung kompensieren und somit eine präzise, fehler- und störungsfreie Behandlung ermöglichen.
Bei Bedarf sehen Sie sich den Laser in einer kurzen Vorstellung mittels des unten aufgeführten Videos an, oder informieren Sie sich weiterführend auf der Website des Herstellers.

Kosten/ Preise

Behandlungspreis Augenlasern in Hamburg PRK (inkl. 1 jähriger Nachsorge):
1750 Euro/ Auge*+

Weiterer Kostenpunkt:
Augentropfen für 4 Wochen nach Behandlung: ca. 100 Euro.

Zur Übersicht über unsere Behandlungsmethoden/ Voruntersuchungen/ Preise sehen Sie auch

Übersicht Kosten LASIK und Linsen-OPs

* Der Preis kann Ihnen nur angeboten werden, wenn Sie uns direkt über termin@zentrumsehstaerke.de oder per Telefon (040 429 160 66) kontaktieren.

+ Zinsfreie Finanzierung über 1 Jahr Laufzeit möglich bei direkter Kontaktaufnahme über termin@zentrumsehstaerke.de oder per Telefon (040 429 160 66)

Falls Sie privatversichert sind, besteht ggf. die Möglichkeit, die Behandlungskosten durch die Krankenkasse (teil-)finanzieren zu lassen. Laden Sie bei Bedarf für die Kommunikation mit Ihrer Krankenkasse gerne folgenden Artikel zu Urteilen und Rechtssprechungen zur Kostenerstattung in der Refraktiven- und Katarakt-Chirurgie herunter:

2017_03_Augenspiegel_Kostenerstattung_Augen_OP

Augenlaserbehandlungen auf dem UKE Gelände

Wir führen all unsere OPs in unserem modernen OP direkt neben der Praxis durch. Das von uns gebaute lasermedicum wurde am 3.5.2021 eröffnen und mit viel Liebe und Erfahrung mit dem Ziel errichtet, mitten in Hamburg auf dem UKE-Gelände den dort behandelten Patienten nicht nur ein hochmodernes OP-Laserzentrum, sondern auch eine einladend-freundliche Atmosphäre zu bieten.